Buchhaltung und Steuern in Russland

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Buchführung, Buchhaltung und Steuern in Russland - Als grundlegender Bestandteil des externen Rechnungswesens bildet die russische Buchhaltung eine elementare Komponente wenn es darum geht die finanzielle Situation eines in Russland tätigen Unternehmens abzubilden. Zahlreiche Besonderheiten und die unmittelbare Auswirkung steuerlicher Regelungen führen dazu, dass die Verwaltung der Handelsbücher in Russland, insbesondere für ausländische Investoren, ungleich komplizierter und aufwendiger erscheint als sie es aus der westlichen Buchführung gewohnt sind.

 

Besonderheiten der russischen Buchführung

Alle in der Russischen Föderation tätigen Unternehmen sind von Gesetzes wegen her dazu verpflichtet, eine ordnungsgemäße Buchhaltung zu führen. Das bedeutet, dass alle Geschäftsvorfälle in Zahlenwerten und in zeitlich geordneter, lückenloser Form erfasst und durch entsprechende Belege nachweisbar sein müssen. Damit unterscheidet sich weniger der zugrunde liegende Gedanke, sondern viel mehr die Umsetzung der lokalen Buchführung in Russland von der vieler westlicher Länder. Die zahlreichen Unterschiede beginnen bereits beim Kontenplan der als Rahmen für die Erfassung der Geschäftsvorfälle dient. In Russland kann dieser nicht frei vom Unternehmen gewählt und damit dem wirtschaftlichen Tätigkeitsbereich bzw. den individuellen Anforderungen entsprechend angepasst werden. Er wird von staatlicher Seite aus verbindlich vorgegeben. Letztendlich dienen die russischen Buchhaltungsvorschriften vor allem dazu, die zu entrichtende Steuer zu berechnen und weniger die finanzielle Situation eines Unternehmens transparent darzustellen.

Unternehmen sind in Russland gesetzlich dazu verpflichtet, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Steuererklärungen quartalsweise zu erstellen und bei den lokalen Behörden einzureichen. Darüber hinaus sind Berichte an Pensions- Sozial- und Statistikbehörden sowie an weitere staatliche Autoritäten regelmäßig zu übermitteln. Die Anzahl kann sich, je nach Geschäftstätigkeit und Branche eines Unternehmens, auf zehn bis 15 unterschiedliche Berichte pro Quartal, mit jeweils unterschiedlicher Fälligkeit belaufen.

Wichtige Dokumente der Buchhaltung in Russland

Die russische Buchführung ist sehr bürokratisch und formalistisch. Dies spiegelt sich insbesondere in Anzahl und Form der damit in Verbindung stehenden Dokumente wieder. So reicht beispielsweise eine einfache Rechnung nicht aus, um Einnahmen als Ertrag und Ausgaben als Aufwand anzuerkennen und sie anschließend auch als solche zu verbuchen, sowie den Umsatzsteuerausweis vorzunehmen. Dafür müssen in Russland zwingend drei unterschiedliche Dokumente in korrekter und übereinstimmender Form vorliegen. Diese Dokumente werden als Rechnung, Rechnung-Faktura und Übergabeprotokoll bezeichnet und erfüllen jeweils einen eigenen Zweck.

Die Rechnung (Schjot) dient lediglich als eine Einladung zur Zahlung, welche an den Geschäftspartner übermittelt wird.

Die Rechnung- Faktura (Schjot-Faktura) ist insbesondere in Zusammenhang mit dem Ausweis der Umsatzsteuer von Bedeutung. Ohne diese kann die gezahlte Vorsteuer nicht geltend gemacht werden.

Das Übergabeprotokoll, bei erbrachten Leistungen (Akt) und bei Warenlieferungen (Nakladnaja), bestätigt die ordnungsgemäße Erbringung einer Dienstleistung bzw. den Erhalt von Waren.

Dies bedeutet nicht nur einen erheblichen Mehraufwand an Zeit, welche für Erstellung, Bearbeitung und Beantwortung der Schriftstücke einkalkuliert und aufgebracht werden muss, sondern auch einen erhöhten Verwaltungsaufwand im Vergleich zum Westen.

Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich die Rechtskräftigkeit bzw. Zulässigkeit dieser drei Buchhaltungsdokumente ausschließlich auf das Original, welches in Papierform vorliegen musste. Inzwischen ist ein elektronischer Dokumentenaustausch (EDI) durch einen darauf spezialisierten Provider möglich. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass auch der Geschäftspartner alle notwendigen Voraussetzungen für einen solchen elektronischen Dokumentenaustausch erfüllt.

1.

2.

3.

Devisenverkehr

Unabhängig von den oben genannten Dokumenten gilt es für ausländische Investoren zu beachten, dass in Russland jede grenzüberschreitende Zahlung einer Devisenkontrolle unterliegt. Demnach sind Unternehmen in Russland dazu verpflichtet, die Bank über alle in Fremdwährung abgeschlossenen Geschäfte zu informieren und alle damit in Verbindung stehenden Dokumente, wie beispielsweise Vertrag, Rechnung und Akt bzw. Lieferschein fristgerecht einzureichen.

Steuern in Russland

Steuern werden in Russland nicht immer einheitlich erhoben. Das russische Steuerrecht, in dem sowohl Steuerart als auch Steuersatz erfasst sind, unterscheidet grundsätzlich zwischen föderalen, regionalen und kommunalen Steuern. Höhe und Fälligkeit haben sowohl erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens innerhalb der Landesgrenzen als auch auf die Rückführung von Mitteln an das im Ausland ansässige Stammhaus.

Einen Überblick über die wichtigsten Steuerarten und Steuersätze in Russland verschafft die untenstehende Tabelle:

Steuersatz

Steuerart

Umsatzsteuer

Gewinn/

Körperschaftssteuer

0%

10%

20%

20%

15,5% Sonderwirtschaftszonen

0% Sonderinvestitionsvertrag

13% Residente (Steuerinländer)

30% Nicht-Residente (Steuerausländer)

Einkommenssteuer

Vermögenssteuer

Dividenden/

Quellsteuer

15% Absenkung je nach

Doppelbesteuerungsabkommen auf 5%

Maximal 2,2%

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Geschäftsaufbau, Buchhaltung und Berichterstattung in Russland

Ausserer & Consultants ist ein deutsch-österreichisches Steuer- und Buchhaltungsbüro mit Sitz in Moskau, St. Petersburg und Wien. Seit unserer Gründung im Jahr 2012 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, kleine und mittelständische Unternehmen bei der lokalen Buchhaltung inklusive Steuererklärungen, der Berichterstattung sowie dem Geschäftsauf- und Ausbau in Russland zu unterstützen. Darüber hinaus beraten wir bei individuellen Fragen zum Russlandgeschäft und stehen unseren Mandanten zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite.